KORTE  |  REMAGEN  
Wirtschaftsprüfer   Steuerberater

Infothek

Zurück zur Übersicht
Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 07.11.2018

Keine automatische Anpassung (Indexierung) von Pauschbeträgen

Eine automatische Anpassung (Indexierung) von Pauschalen des Einkommensteuerrechts lehnt die Bundesregierung ab. Wesentlich ist dabei die “Präjudizgefahr” einer Ausbreitung von Indexierungsregelungen innerhalb des Steuerrechts und in andere Rechtsbereiche mit dem Risiko einer Verstärkung oder gar Förderung von “Inflationstendenzen”, obwohl es in anderen Ländern wie z. B. Frankreich, Schweiz und USA Indexierungen für verschiedene steuerliche Pauschbeträge gibt.

Lt. Bundesregierung würde eine Erhöhung des seit Anfang 2011 unveränderten Arbeitnehmerpauschbetrages um ein Drittel zu Steuermindereinnahmen von 1,8 Milliarden Euro führen. Eine Anhebung um 50 Prozent würde zu Mindereinnahmen von 3,0 und eine Verdoppelung zu Mindereinnahmen von 6,5 Milliarden Euro führen. Wenn der seit Anfang 2002 unverändert gebliebene Sonderausgabenpauschbetrag um die Hälfte erhöht werden würde, hätte dies Mindereinnahmen von 100 Millionen Euro zur Folge.

Die Behinderten-Pauschbeträge sind sogar seit 1975 unverändert geblieben. Allerdings wurden nach Angaben der Regierung die Möglichkeiten der steuerlichen Anerkennung behinderungsbedingter Mehraufwendungen an anderer Stelle verbessert. Eine Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge um 50 Prozent würde zu Mindereinnahmen von 470 Millionen Euro führen. Würden die Behinderten-Pauschbeträge verdoppelt, würden die Mindereinnahmen rund 930 Millionen Euro betragen.

Zurück zur Übersicht

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.