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Recht / Zivilrecht 
Freitag, 05.07.2019

Sonderwunsch nicht erfüllt - Reisepreisminderung

Wenn eine Reisebestätigung auf einen geäußerten Sonderwunsch nicht eingeht, gilt dieser als vom Reiseveranstalter angenommen. Können Sonderwünsche nicht erfüllt werden, muss der Reiseveranstalter darauf gesondert hinweisen. Ansonsten liegt ein Reisemangel vor. So entschied das Landgericht Frankfurt (Az. 2-24 S 162/18).

Der Kläger hatte in einem Reisebüro für einen Strandurlaub eine Juniorsuite in einem Hotel gebucht. Aus dem Reiseprospekt des Reiseveranstalters war nicht ersichtlich, ob die Suite über separate Wohn- bzw. Schlafräume verfügte. Der Kläger äußerte gegenüber dem Reisebüro, dass er eine Trennung dieser Zimmer wünsche.

Das Gericht vertrat die Auffassung, dass ein Reisemangel vorgelegen habe, da die Juniorsuite des Hotels nicht über den so vereinbarten Sonderwunsch eines getrennten Schlafzimmers verfügte. Eine Reisepreisminderung von 15 % sei hier gerechtfertigt. Gehe die Reisebestätigung auf einen geäußerten Sonderwunsch nicht ein, gelte dieser als vom Reiseveranstalter angenommen. Könnten Sonderwünsche nicht erfüllt werden, müsse der Reiseveranstalter darauf gesondert hinweisen. Übermittlungsfehler des Reisebüros gingen zu Lasten des Reiseveranstalters.

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