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Recht / Zivilrecht 
Mittwoch, 09.01.2019

Unfall mit Glastür im Hotel: Reiseveranstalter haftet nur bei Verletzung der Verkehrssicherungspflicht

Wenn ein Kind gegen eine Glastür zwischen Hotelzimmer und Balkon läuft und sich schwer verletzt, kann der Reiseveranstalter dafür nicht verantwortlich gemacht werden. So entschied das Oberlandesgericht Celle. Ein Veranstalter könne bei Schäden nur dann haftbar gemacht werden, wenn er seine Verkehrssicherungspflicht verletzt und auf spezielle Gefahrenbereiche nicht ausreichend hinweist (Az. 11 U 42/18).

Ein sieben Jahre altes Kind war in einem spanischen Hotel gegen die geschlossene Balkontür gelaufen. Das Glas zerbrach, der Junge zog sich Schnittverletzungen zu. Die Tür war durch zwei Symbole auf dem Glas markiert gewesen. Der Kläger behauptete, die Tür habe nicht spanischen Bauvorschriften entsprochen, sonst hätte sie nicht brechen dürfen.

Das Gericht wies die Klage ab. Es bestehe kein Anspruch gegen den Reiseveranstalter. Eine Vorschrift, die besonderes Sicherungsglas vorsehe, habe nicht nachgewiesen werden können. Die Glastür sei optisch hinreichend gekennzeichnet gewesen. Dass die Tür aus einfachem Glas bestanden habe, stelle somit keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht dar.

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